Sendung vom Dienstag, 14.7.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Klaus-Dieter Schuster
Feuchte Hände, Herzklopfen, glühende Wangen – wenn schüchterne Menschen sich im Zentrum der Aufmerksamkeit fühlen, reagieren sie oft mit körperlichen Symptomen. Die Angst, einen Fehler zu machen, lässt sie leise sprechen und hemmt sogar Unterhaltungen über ganz alltägliche Themen. Von ihrer Umgebung werden Schüchterne oft als Einzelgänger wahrgenommen; ihr Verhalten wird als schwierig und ängstlich oder als hochnäsig und arrogant interpretiert. Bei Kindern kann Schüchternheit im Extremfall sogar in eine Art Sprachlosigkeit münden; sie reden dann nur noch mit wenigen ausgewählten Menschen. Die Wissenschaft bezeichnet das als „selektiven Mutismus“. Lange Zeit wurden soziale Ängste von der Forschung wenig beachtet. Wo liegen die Ursachen dieses stillen Leidens? Und wie kann man Betroffenen helfen, Schüchternheit und „selektiven Mutismus“ zu überwinden?
Letzte Änderung am: 08.07.2009, 17.39 Uhr