Was macht das Gedächtnis im Alter?
Sendung vom Sonntag, 12.7.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Hans J. Markowitsch
Hirnforscher konnten zeigen, dass die Plastizität des Gehirns bis ins hohe Alter bestehen bleibt. Das bedeutet: Das Gehirn ist permanent lernfähig und kann Neues aufnehmen und verarbeiten. Der einzige Unterschied zum jungen Gehirn besteht in der Verarbeitungsgeschwindigkeit. Doch was passiert beim Alterungsprozess mit dem Gedächtnis beziehungsweise mit den Gedächtnisarealen? Wird etwa das Kurzzeitgedächtnis geschwächt zugunsten des Langzeitgedächtnisses? Und was passiert mit unserem autobiografischen Gedächtnis? Antworten gibt der renommierte Bielefelder Hirn- und Gedächtnisforscher Professor Hans J. Markowitsch.

Hans J. Markowitsch ist Professor für Physiologische Psychologie an der Universität Bielefeld. Er studierte Psychologie und Biologie an der Universität Konstanz, hatte Professuren für Biopsychologie und Physiologische Psychologie an den Universitäten von Konstanz, Bochum und Bielefeld inne und erhielt Rufe auf Professuren für Psychologie und Neurowissenschaften an australische und kanadische Universitäten.
Er kooperiert mit Wissenschaftlern an in- und ausländischen Universitäten und Max-Planck-Instituten. Seine Forschungsgebiete sind in den Bereichen von Gedächtnis und Gedächtnisstörungen, sowie Wechselwirkungen zwischen Gedächtnis und Emotion. Er ist Autor oder Herausgeber von einem Dutzend Büchern und mehr als 380 Buch- und Zeitschriftenartikeln.
Bücher
- Falsche Erinnerungen. Die Sünden des Gedächtnisses (zusammen mit S. Kühnel). Spektrum.
- Dem Gedächtnis auf der Spur. Vom Erinnern und Vergessen. Primus.
- Gedächtnisstörungen nach Hirnschäden (zusammen mit A. Thöne). Hogrefe.
- Das autobiografische Gedächtnis (zusammen mit H. Welzer). Klett-Cotta.
- Neuropsychologie des Gedächtnisses. Hogrefe.
- Tatort Gehirn. Auf der Suche nach dem Ursprung des Gedächtnisses (zusammen mit W. Siefer), erscheint voraussichtlich im August 2009.
Letzte Änderung am: 12.07.2009, 08.30 Uhr