und wir uns sexuell fortpflanzen
Sendung vom Sonntag, 5.7.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Manfred Milinski
Es ist für uns das Selbstverständlichste von der Welt: Die Welt der Menschen und Tiere teilt sich in „männlich“ und „weiblich“. Dass die Evolution die verschiedenen Geschlechter „erfunden“ hat, ist zunächst merkwürdig, denn es ist biologisch gesehen genauso ineffizient wie die damit verbundene sexuelle Fortpflanzung: Immerhin gehen dabei jedes Mal die Hälfte der Elterngene verloren. Doch es muss auch einen Vorteil geben, sonst hätte sich die sexuelle Fortpflanzung in der Evolution nicht durchgesetzt. Erst in den letzten Jahren beginnen Forscher, das Geheimnis zu lüften: Offenbar verbirgt sich dahinter unter anderem eine Abwehrstrategie gegen Krankheitserreger.

Prof. Dr. Manfred Milinski
Prof. Dr. Manfred Milinski, geboren am 8. Februar 1950 in Oldenburg. Studium der Biologie und Mathematik in Bielefeld und Bochum, Promotion Bochum (1978), Habilitation in Zoologie Bochum (1985), Heisenbergstipendiat Univ. Oxford/UK (1986-1987), Professor für Zoologie und Verhaltensökologie Univ. Bern (1987), Direktor und Wissenschaftliches Mitglied am Max-Planck-Institut für Limnologie (seit Oktober 1999), Honorarprofessor der Universität Kiel (seit 2000).
Letzte Änderung am: 05.07.2009, 08.30 Uhr