Wie das Internet die Sexualentwicklung steuert
Sendung vom Samstag, 13.10.2007 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Wilm Hüffer
Noch nie waren pornografische Bilder und Filme so leicht verfügbar wie heute - obwohl über Internet, als auch per Handy. Mindestens 40 Prozent der Jugendlichen kommen nach amerikanischen Studien regelmäßig mit Pornografie in Berührung, unabhängig von Schultyp und Bildung. In früheren Generationen lag diese Zahl im einstelligen Prozentbereich. Aus Sicht von Sozialpädagogen ist das fatal für die sexuelle Entwicklung.
Denn die pornografischen Bilder liefern irreführende Maßstäbe und sorgen bei den Jugendlichen für Stress und Verunsicherung. Auch Musik und Videoclips sind immer stärker pornografisch geprägt. In der Verrohung der Jugendkultur sehen Sexualwissenschaftler deshalb eine noch größere Gefahr. Pornografie schaffe unter Jugendlichen ein Klima der Erniedrigung, das sexuelle Übergriffe erleichtere, Jugendliche ausbeute und potenziellen Gewalttätern den Weg in eine bedrohliche Karriere eröffne.
Letzte Änderung am: 04.09.2007, 13.54 Uhr