Warum Religion friedfertig macht
Sendung vom Freitag, 25.12.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Karl-Josef Kuschel
Spätestens seit den Anschlägen islamistischer Terroristen wird in der Öffentlichkeit darüber diskutiert, ob Religion nicht letztlich zu Aggression und Intoleranz führt. Denn jedes religiöse System basiert darauf, Andersgläubige auszuschließen und zu stigmatisieren, und wer sich letztlich auf das Wort Gottes beruft, kann für sich in Anspruch nehmen, die Wahrheit zu sagen. Doch diese Auffassung geht am Wesen der Religion vorbei. Das sagt Professor Karl-Josef Kuschel vom Institut für ökumenische Forschung an der Universität Tübingen.
* Zum Autor:
Prof. Dr. theol. Habil. Dr. h. c. Karl-Josef Kuschel, geb. 1948, studierte Germanistik und katholische Theologie in Bochum und Tübingen. 1977 Promotion. Es folgten Auslandsaufenthalte in Jerusalem und Cambridge (USA). 1989 Habilitation in Tübingen. Seit 1995 lehrt Kuschel an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen, seine Schwerpunkte sind: Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs. Er ist außerdem Vizepräsident der Stiftung Weltethos.
Bücher (Auswahl):
- Der Kampf mit Gott. Heinrich Heine. Patmos-Verlag. 2009.
- Zeitzeichen: 40 Analysen zu Kultur, Politik, Religion. Verlag Klöpfer & Meyer. 2008.
- Juden – Christen – Muslime: Herkunft und Zukunft. Patmos-Verlag. 2007
Letzte Änderung am: 21.12.2009, 17.14 Uhr