Die Zukunft des dreigliedrigen Schulsystems
Sendung vom Samstag, 3.10.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Zukunft jetzt - Wie wir lernen, leben, arbeiten (4)
Von Ulrich Herrmann
Deutschland steht in Europa mit diesem spezifischen System allein auf weiter Flur, in den meisten anderen Ländern werden die Kinder viel länger gemeinsam unterrichtet, und die soziale Selektion spielt eine weitaus geringere Rolle als bei uns. In Deutschland heißt es nach vier Schuljahren: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen, die Kinder werden nach fragwürdigen Kriterien viel zu früh bewertet und dann auf Schultypen verteilt, wobei diejenigen, die auf die Hauptschule müssen, die Verlierer des Systems sind. Ulrich Herrmann, emeritierter Professor für Pädagogik, zeigt, warum dieses System nicht mehr zukunftsfähig ist.

Ulrich Herrmann
Prof. Ulrich Herrmann, geb. 1939, lehrte Allgemeine und Historische Pädagogik an der Universität in Tübingen, ab 1994 war er Professor für Pädagogik an der Universität Ulm und Leiter des Seminars für Pädagogik. Seit 2004 ist er im Ruhestand und mischt sich mit zahlreichen Publikationen und Vorträgen in die bildungspolitische Debatte seit den PISA-Tests ein. Er ist ein überzeugter Gegner des dreigliedrigen Schulsystems.
Letzte Änderung am: 23.08.2009, 03.45 Uhr