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SWR2 Wissen: Aula Chemisches Neuronentraining

Die Gefahren des Gehirndoping

Sendung vom Sonntag, 21.6.2009 | 8.30 Uhr | SWR2

Von Ralph Schumacher

In vielen Ratgebern, die mit neuen Erkenntnissen der Hirnforschung jonglieren und argumentieren, wird immer wieder behauptet: Das Gehirn sei ein Muskel, den man trainieren könne, wir würden nur 10 Prozent unserer Hirnkapazität ausnutzen. Und genau hier setzen chemische Präparate an, die angeblich das Gehirn auf Vordermann bringen sollen, die uns intelligenter, konzentrierter und glücklicher machen sollen. Dabei werden oft die Nebenwirkungen und der eigentliche Nutzen dieser Substanzen übersehen, ebenso wie die Tatsache, dass wir damit leichtfertig das Gehirn manipulieren. Dr. Ralph Schumacher, Verhaltenswissenschaftler an der ETH Zürich, arbeitet gerade an einer Expertise zum Thema für die Bundesregierung; er klärt über die Gefahren des Gehirndoping auf.

Ralph Schumacher ist Kognitionswissenschaftler und lehrt am Institut für Verhaltenswissenschaften an der ETH in Zürich. Schwerpunkte seiner Arbeit sind: Lernforschung und Lerntheorien, des weiteren Philosophie des Geistes, Kognitionsforschung, Theorien des Bewusstseins und der Wahrnehmung. Gastprofessuren u. a. in Princeton und Philadelphia, Fellowship am Hanse-Wissenschaftskolleg. Gegenwärtig leitet er beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Projekt zu den Wirkungen des aktiven Musizierens auf den Erwerb von Lernstrategien, die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernmotivation.

Wichtige Buchveröffentlichungen:

  • Perception and Reality (2004)
  • Lehr-Lern-Forschung und Neurowissenschaften: Erwartungen, Befunde und Forschungsperspektiven (zusammen mit E. Stern & R. Grabner) (2005)
  • Macht Mozart schlau? Die Förderung kognitiver Kompetenzen durch Musik (2007)
  • Perspectives on Colour Perception (2007).

Letzte Änderung am: 21.06.2009, 08.30 Uhr



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