Landwirte setzen auf Regionalisierung ihrer Produktion
Sendung vom Dienstag, 21.10.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Albrecht Kieser
Die Agrarindustrie behauptet, nur großflächige Monokultur und intensive Viehzucht rechne sich – auch für die Verbraucher, dank preiswerter Nahrungsmittel. Viele Landwirte und Gärtner wollen da nicht mehr mitmachen. Sie setzen in der Produktion von Obst, Gemüse und Getreide, aber auch bei der Tierzucht, auf traditionelle Arten und Sorten, die regional angepasst sind. Weil sie nicht unter allen möglichen klimatischen Bedingungen „funktionieren“ müssen, sind sie nicht so hochgezüchtet wie „moderner“ Weizen oder „moderne“ Schweine, brauchen deshalb weniger Agrar-Chemie und Gentechnik schon gar nicht. Dafür bieten sie meist mehr Geschmack. Am Kaiserstuhl wird jetzt die erste regionale Genbank für Saatgut aufgebaut. Und in Schweineställen der Region grunzt schon länger das „Schwäbisch-Hällische Qualitätsschwein“.
Letzte Änderung am: 09.09.2008, 08.31 Uhr