Von Albert Einstein, Grigory Perelman und anderen Hochbegabten
Sendung vom Montag, 19.5.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Jan Lublinski
Oft sind sie Nervensägen und Besserwisser, manchmal Eigenbrötler oder Gerechtigkeitsfanatiker. Gerd Mittring ist so ein Fall. Er trieb seine Lehrer zur Verzweiflung, wäre fast auf die Sonderschule gekommen. Er hält den Weltrekord im Wurzelziehen und genießt es, seine Rechenkünste öffentlich vorzuführen. Mathematisch besonders begabte Kinder machen es sich selbst und anderen nicht immer leicht. Sie können nie genug kriegen, langweilen sich schnell, wirken mitunter arrogant. Für mathematisch Hochbegabte ist es nicht einfach, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Wie Grigori Perelman, der den Nobelpreis der Mathematiker, die Fields-Medaille, abgelehnt hat. Und auch die Eine-Million-Dollar-Prämie, die man ihm dafür geben will, dass er eines der größten Rätsel der Mathematik gelöst hat, will er nicht. Er hat sich zurückgezogen, lebt in einfachen Verhältnissen am Stadtrand von St. Petersburg und meidet die Öffentlichkeit. Mathematisch Hochbegabte gehen ungewöhnliche und oft einsame Wege, machen sehr intensive Erfahrungen. Und manch einer unter ihnen verändert unsere Welt.
Letzte Änderung am: 08.04.2008, 13.32 Uhr