Die Förderung kognitiver Kompetenzen durch Musik
Sendung vom Sonntag, 9.4.2006 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Ralph Schumacher

Eine weit verbreitete Erwartung besteht darin, dass durch Musikunterricht auch außermusikalische Kompetenzen wie die Fähigkeit zum abstrakten Denken sowie mathematische Leistungen gefördert werden. Von derartigen kognitiven Effekten wird in den Medien gerade auch unter Bezugnahme auf den so genannten "Mozart-Effekt" immer wieder berichtet.
PD Dr. Ralph Schumacher, Philosoph an der Humboldt-Universität zu Berlin, hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einen Bericht über den aktuellen Forschungsstand zu den kognitiven Effekten des passiven Musikhörens und des aktiven Musizierens verfasst und erläutert, welche Wirkungen realistischerweise erwartet werden können.
Ralph Schumacher,
geboren 1964, studierte Philosophie in Hamburg und München, 1994 Abschluss des Promotionsstudiums im Hauptfach Philosophie mit einer Arbeit über den Pragmatismus von Peirce; danach wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin; 2001 Habilitation im Fach Philosophie, 2002 Visiting Associate Professor an der Princeton University, 2002 - 2003 Lehrstuhlvertretung am Institut für Philosophie der Universitaet Essen, 2005 Gastprofessor an der Temple University in Philadelphia, Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst. Schumacher arbeitet am Lehrstuhl für Philosophiegeschichte der Humboldt-Universität zu Berlin.
Forschungsschwerpunkte:
Moderne Erkenntnistheorie, Konzeptionen des Inhalts von Wahrnehmungen. 2004 Erarbeitung eines Curriculums für Vorschulerzieher/innen zur kognitiven Entwicklung im Kindesalter (zusammen mit Elsbeth Stern). Schumacher hat im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung einen Forschungsbericht zur Förderung kognitiver Kompetenzen durch Musik verfasst, der im Frühjahr in der Schriftenreihe des BMBF erscheinen wird.
Buchauswahl:
Letzte Änderung am: 09.11.2006, 00.13 Uhr
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