Von Adolf Stock. SWR2 Wissen vom 24.10.2009.Mit knapp neun Milliarden Euro aus dem Konjunkturpaket II bauen die Schulen im Land neue Mensen und Erweiterungsbauten für den Ganztagsbetrieb. Marode Gebäude werden saniert und energetisch auf den neuesten Stand gebracht. Das soll dem heimischen Handwerk und dem Mittelstand durch die Wirtschaftskrise helfen. Doch Eltern, Architekten und Bildungsexperten fordern mehr. Ein neuer Anstrich, Solarkollektoren und eine funktionstüchtige Heizung sind ihnen nicht genug. Sie wollen, dass die Schulen nach den neuesten pädagogischen Erkenntnissen umgestaltet werden. Eltern- und Lehrerverbände, Architektenkammern und die Stiftung Baukultur beklagen, dass Bildung als Konjunkturmotor nicht genügend ernst genommen wird. Wie lässt sich die notwendige Sanierung der Gebäude mit einem pädagogischen Konzept verbinden? Und was können die Schulen selbst tun, damit das Geld nicht nur der notleidenden Bauwirtschaft, sondern zugleich den notleidenden Schulen dient?