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Geothermische Fördermöglichkeiten
Wie kommt man nun an die Energie aus den Tiefen der Erde heran, wenn man nicht gerade in Island wohnt?
Die Wärme muss zur Energiegewinnung aus der Tiefe an die Oberfläche transportiert werden. Das kann zum einen über heißes Gestein, oder über heißes Wasser, das als natürliches Thermalwasser vorkommt geschehen (Hydrothermische Erdwärme).
Beide Verfahren werden zur Erzeugung von Wärme und Strom genutzt.
Um Energie in Form von Wärme aus dem heißen Gestein gewinnen zu können, wird Wasser in die Tiefe gepumpt. Das heiße Gestein erhitzt dieses Wasser, das wieder nach oben gepumpt wird. Heißes, natürlich vorkommendes Thermalwasser wird direkt angezapft und an die Oberfläche befördert.
Bei der hydrothermalen Erzeugung von Strom sind Temperaturen ab 100 Grad Celsius erforderlich. Da Wasser bei diesen Temperaturen siedet, sprechen wir von Wasserdampf, der über eine Turbine den Stromgenerator eines Stromkraftwerkes antreibt. Je nach Tiefe der Bohrungen in das Erdinnere unterscheiden die Geologen oberflächennahe und tiefe Geothermie: Mit oberflächennahen Bohrungen lassen sich schon Wohnhäuser beheizen. In Tiefen um die 150 Meter fließen zwar noch keine
Thermalwässer, dennoch lässt sich dort schon Wärme gewinnen, wenn in den Gebäuden unterstützend Wärmepumpen angeschlossen sind. Elektrischer Strom lässt sich jedoch damit nicht gewinnen. Das ist Aufgabe der tiefen Geothermie. Da sie ständig zur Verfügung steht und unerschöpflich ist, könnte die Geothermie die verlässlichste alternative Energiequelle werden.
Letzte Änderung am: 21.02.2011, 15.57 Uhr