Pharmaforschung in Bangladesch
Sendung vom Dienstag, 23.3.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Thomas Häusler
Für Europäer sind Durchfallerkrankungen unangenehm, aber kaum lebensbedrohlich. In Entwicklungsländern ist das anders: Jedes Jahr sterben in Afrika, Lateinamerika und Asien fast zwei Millionen Kinder an Durchfall. Ein neues, simples und billiges Medikament könnte viele retten. Es stammt nicht von westlichen Pharmakonzernen, sondern wurde u.a. von einem Institut in Bangladesch entwickelt – einem der ärmsten Länder der Welt.
Das Institut genießt Weltruf, weil es mit viel Elan, chronischer Geldnot und umso mehr Erfindungsgeist Krankheiten erforscht, die Menschen in Entwicklungsländern betreffen: Cholera, Mangelernährung und Aids. Ihre Erkenntnisse wenden die Ärzte des Instituts im eigenen Krankenhaus in Dhaka an – und sie beraten andere Entwicklungsländer: Know-how, das Leben rettet – für den Süden aus dem Süden.
Letzte Änderung am: 14.02.2010, 03.48 Uhr