Sendung vom Dienstag, 16.3.2010 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Susi Weichselbaumer
Vor drei Jahrzehnten war der Kormoran in Deutschland fast ausgestorben. Jetzt leben wieder 25.000 Brutpaare an heimischen Küsten und Seeufern. Doch was viele als Erfolg soliden Naturschutzes sehen, lässt Fischer und Teichwirte um ihre Existenz bangen. Sie machen den schwarzen Wasservogel für sinkende Erträge und den Rückgang bedrohter Arten verantwortlich. Immerhin frisst ein Kormoran bis zu einem halben Kilo Fisch pro Tag. Und das Tier, das seine Beute mit raffinierten Methoden fängt, ist hoch mobil. Populationszahlen, Fressverhalten und mögliche wirtschaftliche und ökologische Schäden lassen sich nur europaweit herausfinden. So rückt der Kormoran ins Zentrum wissenschaftlicher Auseinandersetzungen – und ins Fadenkreuz von Jägern, z.B. am Bodensee. (Produktion: 2009)
Letzte Änderung am: 07.02.2010, 04.26 Uhr
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