Von Thomas Kruchem
Der knapp 3.000 Meter hohe Merapi nahe der indonesischen Millionenstadt Yogyakarta gilt als einer der aktivsten und gefährlichsten Vulkane weltweit. Alle paar Jahre bricht er aus; 1994 wurden 60, 1930 sogar 1.400 Menschen von seinen glühend heißen Gas- und Aschelawinen getötet.
Wissenschaftler, u.a. des Geoforschungszentrums Potsdam, versuchen, aus dem Verhalten des Vulkans auf Vorgänge im Erdinnern und auf bevorstehende Ausbrüche zu schließen – und Schutzmaßnahmen für die Anwohner zu planen. Für die Javaner hat der Merapi große kulturelle Bedeutung: In großer Höhe lebt ein spiritueller Hüter des Berges, unter seiner Führung bringen Beamte den Geistern des Vulkans regelmäßig Opfer dar. Die Bevölkerung nimmt die Risiken des Vulkans offenbar völlig anders wahr als westlich rational denkende Wissenschaftler und Politiker.
Letzte Änderung am: 08.03.2010, 15.47 Uhr
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