Altern und Demenz
Sendung vom Sonntag, 20.12.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Reimer Gronemeyer
Wir werden immer älter, und das führt dazu, dass immer mehr Menschen von Demenz betroffen sein werden. Doch wir stehen diesem Leiden oft hilflos und nicht ausreichend informiert gegenüber. Zugleich geht es im öffentlichen Diskurs um ein einseitig medizinisches Verständnis der Demenz: Jährlich werden weltweit Milliardensummen in die medizinische Bekämpfung gesteckt, obwohl eine Therapie nicht in Sicht ist. Reimer Gronemeyer, Professor für Soziologie an der Universität Gießen, hinterfragt den medizinischen Ansatz und erkundet neue Wege im Umgang mit der Demenz.
Prof. Dr. Dr. Reimer Gronemeyer, geb. 1939, Studium der Theologie, Promotion zu den Paulusbriefen, lutherischer Pfarrer in Hamburg. Studium der Soziologie, Promotion zu Fragen der Demokratisierung in Institutionen; seit 1975 Professor für Soziologie an der Universität Gießen; dort analysiert Gronemeyer im Rahmen eines internationalen Forschungsprojekts die Hospizbewegung im europäischen Kontext. Er ist u. a. Vorstandsvorsitzender der Aktion Demenz e. V. und Mitglied der Expertengruppe „Gemeinsam für ein besseres Leben mit Demenz“ der Robert Bosch Stiftung.
Bücher:
- (zus. mit Rüdiger Dammann) Ist Altern eine Krankheit? Wie wir die gesellschaftlichen Herausforderungen der Demenz bewältigen. Campus. 2009.
- (zus. mit Peter Wissmann) Demenz und Zivilgesellschaft. Eine Streitschrift. Mabuse. 2008.
- Sterben in Deutschland. Wie wir dem Tod wieder einen Platz in unserem Leben einräumen können. S. Fischer. 2007.
Letzte Änderung am: 20.12.2009, 08.30 Uhr
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