Warum sich der Mensch nur graduell vom Tier unterscheidet
Sendung vom Sonntag, 22.11.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Volker Sommer
Obwohl die Evolutionsbiologie zeigt, dass sich der menschliche Geist aus dem Naturzusammenhang entwickelt hat, dass der Mensch infolgedessen ein intelligentes Tier ist, ist der Glaube an einen prinzipiellen Unterschied zwischen Tier und Mensch weit verbreitet. Doch diese Auffassung ist - aus naturwissenschaftlicher Perspektive - nicht mehr zu halten. Die Evolutionsbiologie zeigt: Mensch und Tier unterscheiden sich nur graduell, das betrifft die Emotionen, die Kognition, das Verhalten. Volker Sommer, Primatologe, Professor für evolutionäre Anthropologie am University College London, schildert die Thematik aus seiner Sicht.
* Zum Autor:
Volker Sommer, geboren 1954; Studium der Biologie, Chemie und Theologie. 1986 – 88 Stipendiat der Humboldt-Stiftung; 1991 - 96 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Privatdozent für Anthropologie und Primatologie an der Universität Göttingen. Hat seither den Lehrstuhl für evolutionäre Anthropologie am University College in London inne. Er erforscht speziell das Sozialverhalten von Affen und Menschenaffen.
Bücher (Auswahl):
- Schimpansenland. Wildes Leben in Afrika. Beck. 2008.
- Darwinisch denken: Horizonte in der Evolutionsbiologie. Hirzel. 2. korr. Aufl. 2007.
Letzte Änderung am: 22.11.2009, 08.30 Uhr
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