Verleger, Hotelier und Unternehmer
Sendung vom Donnerstag, 19.11.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Ruth Jakoby
Wie kein anderer Verlag ist der Cotta-Verlag mit der deutschen Kulturgeschichte verbunden. Goethe und Schiller, Heinrich Heine, Hölderlin und Kleist ließen hier ihre Werke drucken. Gegründet wurde das Tübinger Familienunternehmen vor 350 Jahren als kleine Universitätsdruckerei. Seinen Aufstieg zum deutschen Klassikerverlag verdankt es einem Mann: Johann Friedrich Cotta (1764 - 1832). Cotta war ein Verleger neuen Typs. Er ging fair mit seinen Autoren um, achtete auf ihre Rechte und zahlte gut. Ein Mann mit vielen Talenten: Cotta konnte gut mit Geld umgehen, war politisch engagiert und ein geschickter Diplomat. Der württembergische Herzog schickte ihn zu Beginn des 19. Jahrhunderts als Unterhändler nach Paris. Auf dem Wiener Kongress setzte er sich für die Pressefreiheit ein. Nebenbei baute Johann Friedrich Cotta in Baden-Baden das erste Luxushotel überhaupt und führte auf dem Bodensee die Dampfschifffahrt ein.
Letzte Änderung am: 11.10.2009, 03.44 Uhr
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