Die Weltsaatgutbank auf Spitzbergen
Sendung vom Dienstag, 30.6.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Albrecht Kieser
Im Februar feierte die Weltsaatgutbank auf Spitzbergen einjähriges Bestehen. Drei große Keller im „ewigen“ Eis sollen Samen aus der ganzen Welt Schutz vor Katastrophen bieten und die Vielfalt der Kulturpflanzen bewahren helfen. Diese Vielfalt, die Grundlage menschlicher Ernährung, nimmt dramatisch ab, durch industrielle Landwirtschaft, hochgezüchtete „Superpflanzen“ und den massiven Einsatz von chemischer Düngung und Pestiziden. Die Weltsaatbank veröffentlicht Daten über die gelagerten Samen, Züchter können so Saatgut aus der ganzen Welt anfordern. Demokratisiert das Landwirtschaft und Züchtung? Oder stärkt es die Macht der Saatgutkonzerne? Dient es ihnen dazu, noch mehr uniforme Superpflanzen zu züchten – die natürlichen Feinde der Biodiversität?
Letzte Änderung am: 27.05.2009, 14.22 Uhr
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