Die Gefahren des Gehirndoping
Von Ralph Schumacher
In vielen Ratgebern, die mit neuen Erkenntnissen der Hirnforschung jonglieren und argumentieren, wird immer wieder behauptet: Das Gehirn sei ein Muskel, den man trainieren könne, wir würden nur 10 Prozent unserer Hirnkapazität ausnutzen. Und genau hier setzen chemische Präparate an, die angeblich das Gehirn auf Vordermann bringen sollen, die uns intelligenter, konzentrierter und glücklicher machen sollen. Dabei werden oft die Nebenwirkungen und der eigentliche Nutzen dieser Substanzen übersehen, ebenso wie die Tatsache, dass wir damit leichtfertig das Gehirn manipulieren. Dr. Ralph Schumacher, Verhaltenswissenschaftler an der ETH Zürich, arbeitet gerade an einer Expertise zum Thema für die Bundesregierung; er klärt über die Gefahren des Gehirndoping auf.
Ralph Schumacher ist Kognitionswissenschaftler und lehrt am Institut für Verhaltenswissenschaften an der ETH in Zürich. Schwerpunkte seiner Arbeit sind: Lernforschung und Lerntheorien, des weiteren Philosophie des Geistes, Kognitionsforschung, Theorien des Bewusstseins und der Wahrnehmung. Gastprofessuren u. a. in Princeton und Philadelphia, Fellowship am Hanse-Wissenschaftskolleg. Gegenwärtig leitet er beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Projekt zu den Wirkungen des aktiven Musizierens auf den Erwerb von Lernstrategien, die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernmotivation.
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Letzte Änderung am: 21.06.2009, 08.30 Uhr