Stadtflucht in Frankreich
Sendung vom Dienstag, 31.3.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Bettina Kaps
Leben auf dem Land galt lange als rückständig. Aktive, dynamische Leute zog es in die Metropolen, nach dem Motto „Stadtluft macht frei!“. In Frankreich z.B. verödeten Regionen wie das Limousin und die Auvergne: Bis Ende des 20. Jahrhunderts war Landflucht dort das größte Problem. Heute ziehen mehr Menschen aus dem Ballungsraum Paris weg, als sich neu dort niederlassen. Und viele Dörfer wachsen wieder. Auf dem Land zu leben ist inzwischen ein moderner Traum – vom einfachen und authentischen Leben, fern von Stress, Hektik und Aggressionen. Dieser Trend erfasst auch Städter in anderen, dicht besiedelten Staaten Europas. Niederländer, Briten, Deutsche zieht es ebenfalls in die Provinz – in Frankreich und anderswo. Eine Bewegung, die das Gesicht ländlicher Räume in kommenden Jahrzehnten – quer durch die EU – verändern wird.
Letzte Änderung am: 22.02.2009, 05.18 Uhr
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