Die Gefahr durch resistente Erreger nimmt zu
Sendung vom Mittwoch, 4.3.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Valentin Thurn
und Frank Bowinkelmann
Weltweit breiten sich in Krankenhäusern neue Superbakterien aus: Der gefährlichste Keim heißt MRSA, „multiresistenter Staphylokokkus aureus“. Allein in Deutschland infizieren sich jährlich 15.000 Patienten mit dem Krankheitserreger. Die Folgen: Wundinfektionen, Lungenentzündungen, Sepsis und nicht selten der Tod. Selbst strengste Hygiene-Vorschriften konnten die Infektionsgefahr in deutschen Spitälern nicht stoppen. Und die meisten Antibiotika helfen nicht mehr, weil die Bakterien längst resistent geworden sind. Nun versuchen Forscher am Beispiel Niederlande zu lernen. Dort wurde die Ausbreitung von MRSA weitgehend gestoppt. Außerdem arbeiten sie fieberhaft an neuen Impfstoffen und an der Therapie von Patienten, die sich mit dem Super-Keim infiziert haben und ihn vielleicht nie wieder loswerden.
Letzte Änderung am: 25.01.2009, 04.15 Uhr
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