Über die Freiheit des Willens und die Neurowissenschaft
Sendung vom Sonntag, 1.2.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Michael Pauen
Keine wissenschaftliche Debatte ist in den letzten Jahren so kontrovers geführt worden wie der Streit um Willensfreiheit. Einige Hirnforscher sagen: Willensfreiheit sei eine Illusion, der Mensch tue etwas, weil es ihm die Neuronen diktieren. Einige Philosophen entgegnen: Der Mensch ist ein freies Wesen, das sich seiner selbst bewusst ist, seiner eigenen Freiheit. Wie lassen sich beide Positionen vereinen, gibt es ein Konzept von Willensfreiheit, das den Thesen der Hirnforschung entsprechen könnte? Michael Pauen, Professor für Philosophie an der Humboldt-Universität zu Berlin, entwirft eine naturalistisch gefärbte Theorie.
* Zum Autor:

Michael Pauen
Michael Pauen hat in Marburg, Frankfurt und Hamburg studiert, Promotion 1989, Habilitation 1995. Er ist Professor am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin, Sprecher der Berlin School of Mind and Brain, Visiting Professor am Institute for Advanced Study in Amherst, Massachusetts, Fellow an der Cornell-University in Ithaca NY., Fellow am Hanse-Wissenschaftskolleg in Delmenhorst. Seine Arbeitsgebiete sind u. a.: Willensfreiheit, Phänomenales Bewusstsein, Neurowissenschaften und Philosophie, Geschichtsphilosophie (Kant, Hegel), Kultur- und Wissenschaftskritik (Adorno, Hartmann, Klages, Spengler). Für seine Arbeiten in diesem Bereich erhielt er 1997 den Ernst-Bloch-Förderpreis.
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Letzte Änderung am: 01.02.2009, 08.30 Uhr