Unbequeme Wahrheiten im Artenschutz
Sendung vom Sonntag, 25.1.2009 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Josef H. Reichholf
Über Klimaschutz redet die ganze Welt, der dramatische Schwund der biologischen Vielfalt ist dagegen nur selten ein Thema. Und wenn, wird oft ein sehr konservatives Bild vom Artenschutz vermittelt. Da ist die Rede von der „Schöpfung“, die bewahrt werden solle, von „Gleichgewichten“, die erhalten werden müssten. Alles viel zu statisch, meint der Zoologe Professor Josef H. Reichholf: „Gleichgewichte führen zur Erstarrung. Die Welt wandelt sich, und eine moderne Ökologie muss dies berücksichtigen.“ Auch mit anderen Mythen und Irrtümern über den Artenschutz räumt er in der SWR2 Aula auf.

Josef H. Reichholf
Josef H. Reichholf ist Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe. Seit 1977 hat er eine Professur für Naturschutz an der TU München, seit 1985 an der Ludwig-Maximilians-Universität. Reichholf ist der Auffassung, dass der Bestand oder Niedergang von Kulturen im wesentlichen durch das Klima und die Produktivität der Natur (z. B. fruchtbare Böden) bestimmt werden. Viele Ereignisse der Menschheitsgeschichte, so Reichholfs These, lassen sich durch Klimaveränderungen erklären. So seien z.B. die Kreuzzüge im Mittelalter und die Epoche der Romantik im 18. und 19. Jahrhundert auf das damalige warme Klima zurückführen.
Auswahl seiner Bücher:
Letzte Änderung am: 25.01.2009, 08.30 Uhr
Der SWR ist Mitglied der ARD ![]()
Sitemap | Impressum | Datenschutz | © SWR