SWR2 Wissen: AulaLatein macht klug
Über Lernirrtümer und ihre Ursachen
Von Ralph Schumacher
Wer Latein kann, der kann auch Französisch - lautet ein Spruch, mit dem vor allem Altphilologen unterstreichen wollen, dass sie universell gebildet sind. Allerdings gibt es für diese Hypothese bis heute keinen eindeutigen Beweis. Wer Musik macht, ist klüger als einer, der keine macht - auch das ist ein Irrtum. Viele Studien konnten zeigen, dass durch das Spielen eines Instruments der IQ nicht steigt. Wer als Kleinkind zweisprachig aufgewachsen ist, der lernt im Erwachsenenalter mühelos eine dritte Sprache - auch dafür gibt es keinen Beleg. Dr. Ralph Schumacher, Verhaltenswissenschaftler an der ETH Zürich, geht solchen populären Lernirrtümern auf den Grund.

Ralph Schumacher
Ralph Schumacher ist Kognitionswissenschaftler und lehrt am Institut für Verhaltenswissenschaften an der ETH in Zürich. Schwerpunkte seiner Arbeit sind: Lernforschung und Lerntheorien, des weiteren Philosophie des Geistes, Kognitionsforschung, Theorien des Bewusstseins und der Wahrnehmung. Gastprofessuren u. a. in Princeton und Philadelphia, Fellowship am Hanse-Wissenschaftskolleg. Gegenwärtig leitet er beim Bundesministerium für Bildung und Forschung ein Projekt zu den Wirkungen des aktiven Musizierens auf den Erwerb von Lernstrategien, die Persönlichkeitsentwicklung und die Lernmotivation.
Wichtige Buchveröffentlichungen:
- Perception and Reality (2004)
- Lehr-Lern-Forschung und Neurowissenschaften: Erwartungen, Befunde und Forschungsperspektiven (zusammen mit E. Stern & R. Grabner) (2005)
- Macht Mozart schlau? Die Förderung kognitiver Kompetenzen durch Musik (2007)
- Perspectives on Colour Perception (2007).
- Alle Sendetermine:
- 11.01.2009, 08.30 Uhr, SWR2 Wissen: Aula, SWR2
Letzte Änderung am: 09.12.2008, 11.15 Uhr
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