Die Privatisierung der Bahn
Sendung vom Sonntag, 13.7.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Tim Engartner
Das Bundeskabinett hat Ende April die Teilprivatisierung der Bahn beschlossen, wobei Schienennetz und Bahnhöfe weiterhin im Besitz des Bundes bleiben. Die Entscheidung ist nach wie vor umstritten, für die einen ist das nur ein halbherziges Reförmchen, die anderen prophezeien den Niedergang der guten alten Bahn. Letztere verweisen auf negative Erfahrungen, die man mit der Privatisierung der Bahn in England gemacht hat, und sie warnen davor, dass sich der Staat immer weiter und immer leichter aus seiner Verantwortung für den öffentlichen Sektor zieht. Tim Engartner, Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler, hat seine Dissertation über das Thema geschrieben, er zeigt, warum die Privatisierung der falsche Weg ist.
Tim Engartner, Dr. phil., Jg. 1976, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften in Bonn, Oxford und Köln. Derzeit lehrt er an der Universität zu Köln im Bereich der politischen und ökonomischen Bildung, um parallel dazu an einem Forschungsprojekt für die Hans-Böckler-Stiftung zu arbeiten. Unlängst ist seine Dissertation mit dem Titel „Die Privatisierung der Deutschen Bahn. Über die Implementierung marktorientierter Verkehrspolitik“ im VS Verlag (342 Seiten; 24,90 Euro) erschienen.
Letzte Änderung am: 13.07.2008, 08.30 Uhr
Der SWR ist Mitglied der ARD ![]()
Sitemap | Impressum | Datenschutz | © SWR