Was Vogel-Laute über Gehirn und Evolution verraten
Sendung vom Mittwoch, 2.4.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Volkart Wildermuth
Ihr Zwitschern, Rufen und Gurren, ihre Pfiffe und Arien sind Musik in den Ohren von Vogelfreunden und führen gleichzeitig in hochaktuelle Forschungsgebiete. So bringt z. B. ein bestimmter Gendefekt sowohl Menschen als auch Zebrafinken ins Stottern. Das Küken der Nachtigall erlernt sein Lied ganz ähnlich wie ein Baby die Laute seiner Muttersprache. Und die Vielfalt der Vogellieder erlaubt es, den evolutionären Wettstreit zwischen Männchen und Weibchen ebenso zu verstehen, wie die Kooperation in Gruppen.
Die Lieder der Vögel bieten Antworten auf viele Fragen und deshalb wird in immer mehr Laboratorien untersucht, warum gerade Vögel und nicht etwa Hasen singen oder: welche Informationen in komplexen Warnrufen verschlüsselt sind, warum in den Tropen Duette erklingen und wie Meisen mit dem Lärm in der Stadt zu recht kommen.
Letzte Änderung am: 24.02.2008, 02.31 Uhr
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