Von der Hassliebe zwischen Reifen und Fahrbahn
Sendung vom Montag, 7.1.2008 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Maximilian Schönherr
Reibung ist das, was uns auf der Straße voranbringt. Ohne Reibung gäbe es kein "von Null auf Hundert in vier Sekunden", sondern die Reifen würden durchdrehen wie auf Glatteis. Dagegen scheinen sie mit zu viel Reibung, zu dicken Profilen am Boden festzukleben; das Fahren wird träge und schwerfällig. Neue Automobile, die die strengen Normen für niedrigen CO2-Ausstoß erfüllen, werden auf einer neuen Generation von Reifen rollen, die besonders leise sind und sich wie die Tatzen einer Katze - nicht wie die Ketten eines Panzers - über den Asphalt bewegen - bei hohen und niedrigen Geschwindigkeiten, bei Regen und auf glühender Piste, geradeaus und in der Serpentine. Aber spielt dabei auch der Asphalt mit? Ein paar Reifen neu zu designen ist leichter, als ganze Autobahnen neu zu bauen, sagen die Fahrbahningenieure. Sie haben neue Beläge im Computer simuliert und bereits in ihren Schubladen.
Letzte Änderung am: 02.12.2007, 05.02 Uhr