Die Rückkehr der Religion
Sendung vom Donnerstag, 17.5.2007 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Karl-Josef Kuschel
Trotz der Dominanz der modernen Naturwissenschaften, trotz der ungebremsten Säkularisierung konstatieren viele Fachleute eine Rückkehr der Religion - ein Trend, der besonders in westlichen Gesellschaften zu beobachten ist und der viele Facetten hat: kulturelle, soziologische und auch politische.
Die Politik des US-amerikanischen Präsidenten George W. Bush ist ein Beispiel für die religiöse Dimension des Politischen, ein anderes ist der religiös gefärbte Fundamentalismus. In der Religion bündeln sich nach wie vor die existentiellen Fragen nach Sinn, Liebe, Leben und Tod, die auch im 21. Jahrhundert ihre Bedeutung haben. Professor Karl-Josef Kuschel, stellvertretender Direktor des Instituts für Ökumenische Forschung der Universität Tübingen, fragt nach der Zukunft des Religiösen und nach seinen neuen Erscheinungsformen.

Karl-Josef Kuschel
Karl-Josef Kuschel wurde 1948 in Oberhausen geboren und ist heute Vize-Präsident der Stiftung Weltethos in Tübingen. Er hat einen besonderen Lehrstuhl an der Universität Tübingen, die Professur für Theologie der Kultur und des Interreligiösen Dialogs. Sein großes Thema ist das Verhältnis von Theologie und Literatur.
Bereits 1972 schrieb er ein Standardwerk zum Thema "Jesus in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur".
Auswahl der Bücher:
- Jesus im Spiegel der Weltliteratur. Eine Jahrhundertbilanz in Texten und Einführungen, Düsseldorf (Patmos Verlag) 1999.
- Gottes grausamer Spaß? Heinrich Heines Leben mit der Katastrophe, Düsseldorf (Patmos V2002.
- Streit um Abraham. Was Juden, Christen und Muslime trennt und was sie eint, Düsseldorf (Patmos Verlag) 2001
„Jud, Christ und Muselmann vereinigt“? Lessings „Nathan der Weise“, Düsseldorf (Patmos Verlag) 2004.
Letzte Änderung am: 08.04.2007, 03.47 Uhr