SWR2 Wissen - AulaWie viel Hirn verträgt die Schule
Über Grenzen der Neurodidaktik
Von Ralph Schumacher

Die Hirnforscher scheinen für alles zuständig zu sein: für die Freiheit des Menschen, für seine Gefühlswelt, vor allem auch für seine kognitive Entwicklung. Schon seit einiger Zeit hat der Begriff der "Neurodidaktik" Hochkonjunktur.
Die Neurodidaktiker geizen nicht mit Versprechen. Sie sagen, mit Hilfe der Hirnforschung könne man neue Lehr- und Lernmethoden entwickeln. Skeptiker sehen das freilich ganz anders. Der Berliner Philosoph Ralph Schumacher beschreibt die Grenzen der Hirnforschung im Hinblick auf pädagogische Konzepte.
Ralph Schumacher, geboren 1964, studierte Philosophie in Hamburg und München, 1994 Abschluss des Promotionsstudiums mit einer Arbeit über den Pragmatismus von Peirce; danach wissenschaftlicher Assistent am Institut für Philosophie der Humboldt-Universität zu Berlin; 2001 Habilitation im Fach Philosophie, 2002 Visiting Associate Professor an der Princeton University, 2003 - 2004 Lehrstuhlvertretung an der Universitaet Essen, gegenwärtig Gastprofessor an der Temple University in Philadelphia. Forschungsschwerpunkte: Moderne Erkenntnistheorie, Konzeptionen des Inhalts von Wahrnehmungen.
- Alle Sendetermine:
- 10.04.2005, 08.30 Uhr, SWR2 Aula, SWR2
Letzte Änderung am: 08.11.2006, 20.59 Uhr
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