oder Der Mozarteffekt, eine unendliche Geschichte?
Sendung vom Montag, 27.3.2006 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Klaus Schützmannsky

Mozart als Nürnberger Trichter und als verfügbare Intelligenz-Pille? Weit davon entfernt sind wir nicht, glaubt man dem, was unter dem Etikett Mozart-Effekt durchs Internet geistert oder in Buch- oder CD-Form auf den Markt drängt. Fahrlässigkeit wollte sich der Gouverneur von Florida nicht vorwerfen lassen, weshalb er jeder Mutter bei der Geburt eines Kindes eine Mozart-CD schenkte, um die Intelligenz der neugeborenen Erdenbürger zu fördern. Dass deren graue Zellen vor Grips nun überquellen, darf bezweifelt werden.
Obwohl Mozarts Kleine Nachtmusik und auch seine Zauberflöte weltweit die meist gespielten Werke ihrer Gattung sind, haben sie in den gut 200 Jahren ihres Bestehens der Menschheit offenbar noch nicht den erhofften Intelligenzschub gebracht. Weshalb also verfielen unter anderem Wissenschaftler auf die Idee, Mozart könnte der lang ersehnte kognitive Messias sein? Eine Geschichte in vielen Fortsetzungen.
Letzte Änderung am: 27.10.2006, 00.36 Uhr
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