Erdbeben im deutschen Südwesten
Sendung vom Dienstag, 7.3.2006 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Axel Weiß

Nicht nur in Pakistan, Indien oder den USA - auch in Mitteleuropa kann die Erde beben - besonders im deutschen Südwesten, dem Elsass und in der Schweiz. Entlang des so genannten Rheingrabens könnte Europa im Laufe kommender Jahrmillionen allmählich auseinander brechen, vermuten Geophysiker, und ein neuer Ozean entstehen. Meist sind die Beben der Region schwach wie das von 1856, das in Mainz nur ein paar Schornsteine von den Dächern stürzen ließ. 1911 und 1978 gab es aber erhebliche Bebenschäden am Rand der Schwäbischen Alb, zum Beispiel an der Burg Hohenzollern. Basel und seine römische Vorgängerstadt, Augusta Rauricorum, wurden in den vergangenen 2000 Jahren sogar zwei Mal nahezu vollständig zerstört. Könnte es das auch ein drittes Mal geben? Das Schweizerische Bundesamt für Zivilschutz stuft Erdbeben als größte Naturgefahr vor Hochwasser und Erdrutschen ein. Wie verwundbar ist der Südwesten und seine chemische Industrie heute, was plant der Katastrophenschutz? Studien zeigen: Das nächste Beben kommt - nur wann weiß niemand. Auch nicht die Staatliche Erdbebenwarte im Schwarzwald.
Letzte Änderung am: 27.10.2006, 00.35 Uhr