Das National Museum of the American Indian
Sendung vom Dienstag, 15.2.2005 | 8.30 Uhr | SWR2
Von Diane Scherzler

Das jüngste Flaggschiff des weltberühmten Smithsonian Instituts wurde im Herbst 2004 eröffnet. Der eindrucksvolle Bau steht an Washingtons National Mall, direkt gegenüber dem US-Kapitol.
Er soll jedoch kein Museum über die Ureinwohner Amerikas sein. Hier sollen Indianer ihre Kulturen präsentieren, sollen Klischees demontiert werden, die bis heute mit Indianern verknüpft werden: Bei Planung und Architektur, bei der Konzeption der Ausstellungen oder dem Restaurieren Jahrtausende alter Artefakte wirkten Vertreter zahlreicher Völker Nord-, Mittel- und Südamerikas mit. Für viele von ihnen ist das Museum auch ein Zeichen der Hoffnung, ein Symbol dafür, dass sie einen Genozid überlebt haben. Andere finden, das Museum beschönige: Es rede um die Gräuel vergangener Jahrhunderte herum.
Wer zweimal hinschaut, entdeckt schließlich auch die Ängste der heute vorwiegend weißen Gesellschaften Amerikas vor den Ureinwohnern.
Literaturhinweise
Jim Volkert: National Museum of the American Indian
Map and Guide
Scala Publishers, 2004.
64 Seiten, englisch, 8,99 €
W. Richard West (Hrsg.): Treasures of the National Museum of the American Indian
Abbeville Press
Erscheinungsdatum: 29. Juli 2005
320 Seiten, englisch, 9,95 €
Letzte Änderung am: 11.02.2005, 00.00 Uhr