SENDETERMIN So, 23.5.2004 | 8.30 Uhr

SWR2 Wissen - Aula

Der Affe als Mensch oder der Mensch als Affe?

Warum die Evolutionsbiologie unsere Sicht vom Tier verändert

Von Volker Sommer

Die Verhaltensbiologie wird noch immer in weiten Teilen von anthropozentrischen und anthropomorphen Perspektiven bestimmt. Entweder man unterstreicht die Unterschiede zwischen Tier und Mensch, um letztlich darauf hinzuweisen, dass der Mensch eben doch die Krone der Schöpfung sei, oder man vermenschlicht Tiere und schreibt ihnen Geist, Kultur und Bewusstsein zu.

Beide Ansätze sind problematisch, weil sie immer das menschliche Gehirn als Referenz nehmen. Volker Sommer, Professor für evolutionäre Anthropologie in London, skizziert vor dem Hintergrund seiner Forschungen mit Primaten alternative Perspektiven.

Volker Sommer

Geboren 1954; Studium der Biologie, Chemie und Theologie. 1986-88 Stipendiat der Humboldt-Stiftung; 1991-96 Heisenberg-Stipendiat der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Privatdozent für Anthropologie und Primatologie an der Universität Göttingen. Hat seither den Lehrstuhl für evolutionäre Anthropologie am University College in London inne. Er erforscht speziell das Sozialverhalten von Affen und Menschenaffen.

Bücher:
- Die großen Menschenaffen; BLV.
- Von Menschen und anderen Tieren;Hirzel-Verlag.
- Die Affen- unsere wilde Verwandtschaft; Gruner&Jahr.
- Das Grüne All. Ein Poem aus dem Regenwald; Radius-Verlag.

Stand: 08.11.2006, 20.50 Uhr

aus der Sendung vom

So, 23.5.2004 | 8.30 Uhr

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