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Lautréamont und die literarische Apokalypse. Von Stefan Fuchs. SWR2 Wissen vom 04.02.2010Die "Gesänge des Maldoror" aus der Feder eines gewissen Comte de Lautréamont zählen zu den verstörendsten Texten der abendländischen Literatur. Radikal führt der Dichter den Menschen ihre eigene Schlechtigkeit vor Augen sein Held Maldoror erscheint wie eine Inkarnation des Bösen. Die verstörende Wirkung der apokalyptischen "Gesänge" muss die literarische Moderne faszinieren. Eine fieberhafte Suche beginnt. Wer war dieser Isidore Ducasse, der sich das Pseudonym des Grafen von Lautréamont zulegte? Die Spur führt nach Südamerika und ins Paris des Seconde Empire, als der blutjunge Kapitalismus zum ersten Mal seine Fesseln ablegte und ein rauschendes Fest inszenierte.