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Themenwoche in SWR2 Tandem vom 13. bis 17. Februar 2017 Schulwege

Fünf Länder, fünf Kinder

Fünfteilige Recherche über die unterschiedlichen Gefühle, mit denen der Weg zur Bildung verbunden ist: im Schwarzwald, in Jerusalem, Guatemala, Marseille oder in der Karibik.

Schulkinder in Guatemala-Stadt

Schulkinder in Guatemala-Stadt

Der Schulweg ist der erste Weg in die Selbständigkeit

Ein Schulweg ist mehr als der Weg von einem Ort zum anderen. Er ist ein Erlebnisraum. Für viele Kinder ist es der erste Weg, den sie regelmäßig alleine gehen. Der Schulweg ist aber auch ein Indikator für die Zustände in einer Gesellschaft. In Deutschland verunglücken jedes Jahr 5.000 Kinder als Fußgänger oder Radfahrer auf ihrem Weg zur Schule. Weniger als die Hälfte der Unfälle wird von den Kindern selber verschuldet.

Was sagt das über unsere Straßen und die Prioritäten unserer Verkehrspolitik aus? Dennoch rät das Deutsche Kinderhilfswerk allen Eltern, ihre Kinder wenn möglich den Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad zurücklegen zu lassen. Sonst bleibt das Erfolgserlebnis, Wege allein bewältigen zu können, auf der Strecke. Was sagt das über unser Menschenbild und über unsere Erziehungsideale aus, wenn wir unseren Kindern so wenig Eigenständigkeit zutrauen?

Schüssel und Checkpoints auf dem Weg zur Schule

SWR2 Tandem betrachtet fünf Länder eine Woche lang aus einer besonderen Perspektive. Wir begleiten Kinder aus Frankreich und Palästina, aus der Karibik, Guatemala und Deutschland auf ihrem Weg zur Schule. Zum Beispiel Roella, die auf der Karibikinsel Bequia lebt. Sie steht jeden Morgen um vier Uhr auf, um pünktlich mit Bus und Fähre in die Schule zu kommen. Das palästinensische Mädchen Hadil aus Ramallah muss auf dem Weg zum Unterricht in Ostjerusalem jeden Tag mindestens einen Checkpoint des israelischen Militärs passieren. Für Schüler in Guatemala sind Schüsse ein alltägliches Hintergrundgeräusch.

Der Schulweg ist auch ein Weg der Hoffnung

Die Schulwege dieser Kinder sind oft lang und gefährlich. Sie sind der Preis dafür, dass sie eine gute Ausbildung erhalten, die ihnen eine bessere Zukunft ermöglichen soll. Für sie ist er auch ein Weg der Hoffnung.

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