Sendung vom Mittwoch, 8.2. | 7.07 Uhr | SWR2
Zum Besuch des russischen Außenministers Lawrow in Syrien: "Das war kein Damaskus-Erlebnis"
Der Russland-Koordinator der Bundesregierung, Andreas Schockenhoff (CDU), sieht in Moskau das letzte Wort über eine UNO-Resolution gegen das Assad-Regime noch nicht gesprochen. Im Südwestrundfunk (SWR) sagte Schockenhoff, möglicher Weise werde die russische Regierung noch einlenken, weil sie von der breiten internationalen Empörung über das jüngste Nein im UNO-Sicherheitsrat „überrascht“ worden sei. Der Westen müsse in der Syrien-Politik auf Moskau, das sich jetzt zusammen mit Peking „völlig isoliert“ habe, weiter Druck ausüben. Der gestrige Damaskus-Besuch des russischen Aussenministers Lawrow habe allerdings noch „kein Damaskus-Erlebnis“ im Sinne einer grundlegenden Wende Moskaus angedeutet, sagte Schockenhoff Lawrow habe schon in seiner Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz am vergangenen Wochenende deutlich gemacht, dass er noch in altem Denken verharre. Die Visite beim Assad-Regime habe gezeigt, dass Russland befürchte, die USA könnten in der Region zu Lasten Moskaus ein „strategisches Übergewicht“ gewinnen.
Letzte Änderung am: 07.02.2012, 19.08 Uhr