Sendung vom Dienstag, 7.2. | 7.07 Uhr | SWR2
Gegen kräftige Lohnerhöhungen in den anstehenden Tarifrunden: "Eine Umverteilungskomponente ist nicht drin"
Baden-Baden: Der Vorsitzende der CDU/CSU-Mittelstandsvereinigung, Josef Schlarmann, wendet sich vor den anstehenden Tarifrunden scharf gegen die Spitze der Arbeitnehmerschaft in seiner Partei. Im Südwestrundfunk (SWR) warf Schlarmann dem nordrhein-westfälischen CDU-Fraktionschef Hans-Josef Laumann vor, sich „zu einseitig“ für gewerkschaftliche Lohnforderungen stark zu machen. Laumann, der auch Vorsitzender der CDU-Arbeitnehmer ist, hatte vor zwei Tagen in einem Interview des „Tagesspiegel am Sonntag“ gesagt, Verteilungsspielräume gebe es nicht nur in der Metall- und Elektroindustrie, sondern auch im Öffentlichen Dienst. Dazu sagte Schlarmann, er „empfehle Laumann den Blick in den Haushalt von Nordrhein-Westfalen“. Dort gebe es für kräftige Lohnerhöhungen „überhaupt keine Rücklagen“, so dass dafür im Zweifel Kredite aufgenommen werden müssten. In der Metall- und Elektrobranche könnten am Ende der Tarifrunde allenfalls ein Inflationsausgleich und der Produktionsfortschritt berücksichtigt werden. Eine „Umverteilungskomponente“ sei dagegen „wie auch in den früheren Tarifrunden, nicht drin“.
Letzte Änderung am: 07.02.2012, 08.35 Uhr