Sendung vom Montag, 11.7.2011 | 7.07 Uhr | SWR2
Zu Meldungen, dass Italien womöglich die Hilfe des Euro-Rettunsschirms in Anspruch nehmen muss: „Italien braucht keine Hilfe“
Der finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Klaus-Peter Flosbach (CDU), hat Meldungen über eine dramatische Finanzlage Italiens zurückgewiesen. Im Südwestrundfunk (SWR) sagte Flosbach, er erwarte nicht, dass Italien unter den Euro-Rettungsschirm schlüpfen müsse: „Italien hat sicherlich eine hohe Verschuldung. Aber konkret sind bisher Griechenland, Irland und Portugal die gefährdeten Länder. Ich gehe davon aus, dass Italien keine Hilfe braucht“, so Flosbach im SWR. Auch Spekulationen über die mögliche Verdopplung des Euro-Rettungsschirmes auf dann 1,5 Billionen Euro widersprach er: „Dieses ist bisher für uns kein Thema. Italien refinanziert sich täglich noch selbst am Kapitalmarkt.“
Flosbach äußerte sich auch zur neu aufgekommenen Diskussion über Ratingagenturen. Die Politik müsse darauf reagieren, dass drei Agenturen eine hohe Marktmacht mit großem Einfluss bekommen hätten. “Ich gehe davon aus, dass es in absehbarer Zeit eine europäische Ratingagentur geben wird“, so Flosbach im SWR.
Letzte Änderung am: 10.07.2011, 19.06 Uhr
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