Sendung vom Montag, 20.6.2011 | 7.07 Uhr | SWR2
Zu weiterer Griechenlandhilfe: „Private Gläubiger müssen sich mit Milliarden beteiligen – freiwillig oder durch Zwang“
Der haushaltspolitische Sprecher der FDP-Fraktion im Bundestag, Otto Fricke, besteht darauf, dass sich private Gläubiger an der Griechenlandhilfe beteiligen. Im Südwestrundfunk (SWR) sagte Fricke, ob freiwillig oder durch Zwang: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Finanzmärkte nicht sagen ´Griechenland ist pleite´ und am Ende haben wir einen Flächenbrand.“ Es gehe um einen substanziellen und quantifizierbaren Beitrag privater Gläubiger. Eine Summe wollte Fricke nicht nennen, aber substanziell heiße, „dass es eben nicht um irgendwelche Millionensümmchen geht, wenn wir über Milliardenprobleme reden. Und quantifizierbar heißt, dass wir dann auch eine konkrete Summe haben“, so Fricke im SWR.
Für Griechenland geht es nach Ansicht Frickes jetzt um eine geordnete Insolvenz. „Es kann am Ende nicht so sein, dass wir sagen ´es wird immer weiter bezahlt´, also ein Schrecken ohne Ende, sondern ich muss das geordnet hinkriegen.“ Dafür müsse Griechenland aber seinen Teil tun. „Wenn die Gesellschaft dort nicht bereit ist mitzumachen, dann kann nicht geholfen werden“, sagte Fricke im SWR.
Letzte Änderung am: 19.06.2011, 19.05 Uhr