Wie der Kapitalismus Werte zerstört
Sendung vom Donnerstag, 18.8.2011 | 17.05 Uhr | SWR2
Es diskutieren:
Prof. Dr. Elmar Altvater, Politikwissenschaftler und Ökonom, Freie Universität Berlin
Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts
Gesprächsleitung: Eggert Blum

Die Linke-Vorsitzenden Klaus Ernst und Gesine Lötzsch
Die Banken reißen die auf dem globalen Finanzmarkt erzielten Gewinne an sich und verteilen die Verluste auf die Steuerzahler aller Länder – sagt kein Linker, sondern der Thatcher-Biograph Charles Moore, bis vor kurzem ein neoliberaler Hardliner. Mit anderen Worten: Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert, die alte These der Linken.
FAZ-Herausgeber Frank Schirrmacher greift sie auf und erklärt: Die Konservativen hätten die klassischen bürgerlichen Werte Freiheit, Autonomie, Selbstbestimmung an die Neoliberalen verraten und eine "Verhunzung und Zertrümmerung" ihrer Ideale durch die Finanzmärkte zugelassen.
Zerstört die Finanz- und Schuldenkrise am Ende die Grundlagen der Sozialen Marktwirtschaft – weil der Markt unregulierbar alles regiert? Hat die Linke somit seit langem prognostiziert, was Andere jetzt zugeben müssen?
Buch-Tipps:
Elmar Altvater: Der Große Krach: oder die Jahrhundertkrise von Wirtschaft und Finanzen, von Politik und Natur. Verlag Westfälisches Dampfboot 2010, 19,90 Euro;
Thomas Straubhaar, Michael Hüther: Die gefühlte Ungerechtigkeit. Warum wir Ungleichheit aushalten müssen, wenn wir Freiheit wollen. Econ-Verlag 2009, 13 Euro
Letzte Änderung am: 18.08.2011, 14.46 Uhr