Sendung vom Dienstag, 31.1. | 17.05 Uhr | SWR2
Wie das Neonlicht die Städte verändert hat
Es diskutieren:
Peter Kleine, Museum für Licht und Beleuchtung, Arnsberg
Frank R. Müller, Lichtwerbeanlagenhersteller, Dresden
Prof. Dr. Christoph Ribbat, Kulturwissenschaftler, Universität Paderborn
Gesprächsleitung: Gábor Paál
Neonlicht war von Anfang an Reklame: für Friseursalons, Softgetränke, Luxushotels oder Bordelle. 1912 wurde am Pariser Montmartre die erste Neonröhre angebracht. Erst wenige Jahre zuvor war das "neue" Edelgas, das unter Hochspannung rot leuchtet, entdeckt worden. In den folgenden Jahrzehnten hat es die Städte erobert. Wer etwas auf sich hielt, warb mit flackernden Neon-Schriftzügen. Den Höhepunkt erlebte die Technik im Lichtermeer von Las Vegas. Elton John, Björk, Kraftwerk und Iggy Pop haben das Neon besungen, und heute ist es Namensgeber einer erfolgreichen Jugendzeitschrift. Neon ist zur Metapher geworden - doch wofür eigentlich? Vermittelt das Licht Wärme oder Kälte? Eleganz oder Schmuddel? Und wie verändert sich das nächtliche Stadtbild, wenn es zunehmend durch LED-Leuchten verdrängt wird?
Buch-Tipps:
Christoph Ribbat: Flackernde Moderne - Die Geschichte des Neonlichts. Stuttgart (2011), 24 €;
Autorenkollektiv: Plaste und Elaste - Leuchtreklame in der DDR. Berlin (2010), 14,95 €
Letzte Änderung am: 01.02.2012, 09.47 Uhr