Sendung vom Freitag, 20.1. | 17.05 Uhr | SWR2
Warum fasziniert uns die Apokalypse?
Es diskutieren:
Dr. Reinhard Hempelmann, Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen
Dr. Heinz-Peter Preußer, Literaturwissenschaftler, Universität Bremen
Gesprächsleitung: Martin Durm
Am 21. Dezember 2012 ist alles vorbei. Behauptet der Maya-Kalender. Und hat mit seinen alten, kryptischen Prophezeiungen aus dem mexikanischen Uxul im Kino und im Fernsehen einen gewaltigen Weltuntergangs-Hype ausgelöst. Sehr verwunderlich ist der Gedanke ans Weltenende allerdings nicht. Apokalyptische Visionen sind ein fester Bestandteil fast aller großen Religionen, Epen und Mythen. Nur scheinen wir ausgerechnet im rationalsten aller Zeitalter besonders anfällig dafür zu sein. Jedes Jahr wird irgendwo ein neuer Weltuntergang angekündigt. Welche Angstlust verbirgt sich hinter der Vorstellung vom nahen Ende? Täuscht man sich mit finalen Katastrophenszenarien über die komplexe Problemlage des Planeten Erde hinweg? Und was fängt der Untergangs-Prophet mit sich an, wenn er am "Day after" immer noch da hockt - und es ist nichts passiert? Fragen, die das SWR2 Forum noch rechtzeitig beantworten möchte.
Letzte Änderung am: 23.01.2012, 10.27 Uhr