Warum uns Kleist unter die Haut geht
Sendung vom Mittwoch, 16.11.2011 | 17.05 Uhr | SWR2
Es diskutieren:
Prof. Dr. Günter Blamberger, Literaturwissenschaftler, Universität Köln
Peter Michalzik, Theaterkritiker
Prof. Dr. Barbara Vinken, Literaturwissenschaftlerin, Universität München
Gesprächsleitung: Anja Höfer

Alexander Simon als Achilles und Susanne Wolff als Penthesilea proben Kleists "Penthesilea" am Thalia Theater in Hamburg (2005).
Was das kleine Wort "Ach!" alles bedeuten kann, was "Küsse" mit "Bissen" zu tun haben - und warum der Mensch eine Bestie ist, das kann man bei Heinrich von Kleist erfahren.
Obwohl er heute als Klassiker gilt, hat sein Werk wenig "Klassisches" zu bieten. Statt "edler Einfalt, stiller Größe" gibt es bei Kleist: Kriege, Krisen, Katastrophen.
Vor 200 Jahren, am 21. November 1811, setzte er seinem eigenen krisenhaften Leben mit nur 34 Jahren ein Ende. Warum berühren und beunruhigen uns seine Stücke bis heute?
Buch-Tipps:
Günter Blamberger, Heinrich von Kleist: Die Biographie, S. Fischer Verlag (2011), 24,95 Euro;
Peter Michalzik, Kleist: Dichter, Krieger, Seelensucher – Biographie, Propyläen Verlag (2011), 24,99 Euro;
Barbara Vinken, Bestien: Kleist und die Deutschen, Merve Verlag (2011), 8,- Euro
Letzte Änderung am: 15.11.2011, 18.13 Uhr