Sendung vom Montag, 7.9.2009 | 17.05 Uhr | SWR2
10 Jahre Berliner Republik
Es diskutieren:
Martin Bialecki, Leiter des Hauptstadtbüros der dpa
Tissy Bruns, Politische Chefkorrespondentin im "Tagesspiegel"
Frank Wahlig, SWR-Hauptstadtkorrespondent
Moderation: Gabor Paal

Der politische Journalismus hat sich in Berlin gegenüber den Bonner Zeiten enorm gewandelt. Viele beobachten eine Überhitzung des Medienbetriebs: Immer mehr Journalisten produzieren eine immer schnellere Abfolge von Nachrichten. Die eingehende Analyse, klagen Kritiker, bleibe dabei auf der Strecke. Dank Handy und SMS sind manchmal Nachrichten im Umlauf, bevor das dazugehörige Ereignis stattgefunden hat. Mit den jeweiligen Regierungen haben sich auch die Medienkulturen geändert. In Bonn herrschte oft eine große Nähe zwischen Politikern und Journalisten. In Berlin hat sich das etwas gelegt. Das Duo Schröder-Fischer ging mit den Journalisten anders um als zuvor Helmut Kohl. Auch Angela Merkel ist auf ihre ganz eigene Weise wieder eine "Medienkanzlerin". Haben diese Veränderungen tatsächlich mit Berlin als Stadt zu tun? Oder ist die Berliner Medienrepublik letztlich ein Spiegel der gesellschaftlichen Entwicklungen?
Letzte Änderung am: 05.09.2009, 06.12 Uhr