Wird die deutsche Geschichte im Kino entsorgt?
Sendung vom Donnerstag, 29.1.2009 | 17.05 Uhr | SWR2
Es diskutieren:
Dr. Josef Schnelle, Filmkritiker, Berlin
Prof. Dr. Peter Steinbach, Professor für Zeitgeschichte, Universität Mannheim
Sven Felix Kellerhoff, Schriftsteller und Journalist, Berlin
Moderation: Michael Köhler
Filme wie „Der Untergang“, „Der Baader-Meinhof-Komplex“ und „Operation Walküre“ sind Publikumserfolge. Für Debatten sorgen dabei nicht nur die Darsteller und die Umsetzung der historischen Vorlage. Zu fragen ist auch, was passiert, wenn in 90 Minuten der deutsche Widerstand, Hitlers letzte Tage oder der deutsche Herbst verhandelt werden, wenn also Geschichte zur Unterhaltung wird. Werben solche Kinofilme für die Beschäftigung mit der deutschen Vergangenheit oder verstellen sie sie? Bleibt am Ende von Graf Stauffenberg nur der Action-plot, der Thriller? Mehr noch, arbeiten die Filme unter Umständen mit an behaglichen Geschichtslügen? Welche Phasen der medialen Aufbereitung von NS-Geschichte, Holocaust und Terrorismus gibt es? Und was reizt Filmproduzenten daran?
Letzte Änderung am: 27.01.2009, 12.21 Uhr