Sendung vom Freitag, 10.2. | 17.05 Uhr | SWR2
Warum Angehörige Gewissheit brauchen
Es diskutieren:
Dr. Brigitte Bosse, Psychotherapeutin, Mainz
Prof. Dr. Klaus Feldmann, Soziologe, Universität Hannover
Prof. Dr. Hartmut Zinser, Religionswissenschaftler, Freie Universität Berlin
Gesprächsleitung: Eggert Blum
Für die Angehörigen ist es eine Qual: Viele Tote im Wrack des Kreuzfahrtschiffs "Costa Concordia" können wohl erst nach Monaten geborgen werden. Bis dahin gelten sie als vermisst. Wie auch viele Opfer von Krieg und Naturkatastrophen. Das am Strand von Rügen verschüttete Mädchen wurde jetzt nach wochenlanger Suche gefunden: "Es ist für uns alle hier ein Abschluss", sagte ein Anwohner der Presse, "nun kann das Leben weitergehen". Erst wenn der Leichnam gefunden ist, können die Hinterbliebenen trauern. Erst mit der Bestattung kann die Bewältigung des Verlusts beginnen. Warum ist das so? Und warum ist es so wichtig, die Umstände des Todes eines Angehörigen zu kennen?
Letzte Änderung am: 13.02.2012, 09.44 Uhr