Warum die Organspende noch immer strittig ist
Sendung vom Montag, 4.7.2011 | 17.05 Uhr | SWR2
Es diskutieren:
Dr. Vera Kalitzkus, Ethnologin, Institut für Allgemeinmedizin, Universität Witten/Herdecke
Prof. Dr. Günter Kirste, Medizinischer Vorstand der Deutschen Stiftung Organtransplantation, Freiburg
Prof. Dr. Ferdinand Mühlbacher, Transplantationschirurg, Medizinische Universität Wien
Gesprächsleitung: Susanne Kaufmann

Wenn ein neues Organ das eigene Leben verlängern würde, dann wollten die meisten Deutschen eines haben. Vor dem Selber-Spenden schrecken sie aber offenbar zurück: Nur 13 Prozent der Bevölkerung haben einen entsprechenden Ausweis ausgefüllt.
Die Gesundheitsminister der Länder fordern nun eine neue Regelung: Künftig soll jeder Bürger gefragt werden, ob er bereit wäre, seine Organe zu spenden oder nicht.
Ist das die Lösung, um den derzeit 12.000 Deutschen zu helfen, die auf der Warteliste für Transplantationen stehen? Oder sollte man sich an einem Land wie Österreich orientieren, wo jeder automatisch Spender ist, wenn er nicht widerspricht? Und warum fällt vielen die Auseinandersetzung mit dem Thema Organspende so schwer?
Letzte Änderung am: 04.07.2011, 10.40 Uhr