Alternativen zum Wirtschaftswachstum
Sendung vom Donnerstag, 30.7.2009 | 17.05 Uhr | SWR2
Es diskutieren:
Edelgard Bulmahn, SPD, Vorsitzende des Wirtschaftsausschusses im Deutschen Bundestag
Prof. Dr. Hans Diefenbacher, Umweltökonom, Universität Heidelberg
Prof. Dr. Karlheinz Ruckriegel, Betriebswirt und Glücksforscher, Georg-Simon-Ohm Hochschule Nürnberg
Moderation: Gabor Paal
Noch immer starren Politik und Wirtschaft auf das Bruttoinlandsprodukt, als wäre es das objektive Maß für den Erfolg und das Wohlergehen einer Nation. Doch zunehmend werden die Probleme deutlich, etwa für Klima und Umwelt: Bislang geht Wirtschaftswachstum einher mit steigender Bodenzerstörung und Ressourcenausbeutung, ohne dass diese Folgen im "BIP" berücksichtigt würden. Umgekehrt werden Kindererziehung oder ehrenamtliche Tätigkeiten nicht als volkswirtschaftliche Leistung verbucht. Überhaupt: Geht es uns wirklich besser, wenn wir noch mehr produzieren? Weltweit suchen Ökonomen bereits nach Alternativen zum BIP. Das Königreich Bhutan hat sich schon vor Jahren das "Bruttosozialglück" auf die Fahnen geschrieben: Das Ziel, dass es möglichst vielen Menschen möglichst gut geht – ob mit Geld oder ohne. Doch wie lassen sich Glück und Wohlstand vernünftig messen?
Letzte Änderung am: 28.07.2009, 15.38 Uhr