Warum der Komponist Olivier Messiaen gefeiert wird
Sendung vom Mittwoch, 10.12.2008 | 17.05 Uhr | SWR2
Es diskutieren:
Prof. Dr. Siglind Bruhn, Musikwissenschaftlerin und Pianistin, Ann Arbor/USA
Klaus Röhring, Herausgeber der Zeitschrift "Musik und Kirche", Kassel
Dr. Meinrad Walter, katholischer Theologe und Musikwissenschaftler, Freiburg
Moderation: Ursula Nusser
Seine Tonsprache ist unverwechselbar, sein Werk einzigartig im 20. Jahrhundert. Er war nicht nur Komponist, er war auch ein gefeierter Organist, ein faszinierender Lehrer und besessener Ornithologe – und er war ein gläubiger Katholik. In seiner Musik hat er vielerlei verarbeitet: Vogelstimmen, gregorianische Gesänge, indische Rhythmen – und so klingt sie ganz anders als die Musik von Arnold Schönberg oder Anton Webern. Heute vor 100 Jahren wurde Olivier Messiaen in Avignon geboren – und schon seit Monaten wird er von der Musikwelt gefeiert, mit Festivals, Konzerten, Tagungen und neuen CDs. Was macht diesen Komponisten so unvergleichlich? Warum findet er 100 Jahre nach seiner Geburt und 16 Jahre nach seinem Tod eine so große Resonanz? Ist er der katholische Bach des 20. Jahrhunderts, oder doch eher ein Synkretist unter Kitsch-Verdacht?
Letzte Änderung am: 04.12.2008, 04.57 Uhr
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